Konzeption U3

In unserer Einrichtung legen wir Wert auf eine offene und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Eltern.

Der Bildungsauftrag ist durch das KiBiz in der jeweiligen Fassung festgeschrieben.
Um den Bildungsauftrag zu erfüllen, legen wir großen Wert auf ganzheitliches Lernen, bei dem die einzelnen Bildungsbereiche Grundlage sind.

Das ganzheitliche Lernen beinhaltet u.a. Lernfreude, Erfolgserlebnisse, eigene Motivation, Neugier, Entdeckertrieb, Selbstbewusstsein und Aufbau von Selbstvertrauen. Ebenso wichtige Inhalte sind soziale Erfahrungen in einer Gemeinschaft, Möglichkeit einer individuellen Entwicklung, sowie Geborgenheit und zuverlässige, verständnisvolle und einfühlsame Bezugspersonen.

Ansatzpunkte für die Arbeit:

Für die kleinsten Kinder ist es wichtig, zusätzliche Lernerfahrungen zu machen:

- sich mit anderen Personen zu verständigen (verbal und nonverbal)

- eigene Wünsche und Befindlichkeiten mitzuteilen

- Bezugspersonen „teilen“ zu können

Die Betreuung von Kindern unter drei Jahren erfordert ein hohes Maß an Verständnisfähigkeit ohne Sprache, was vom Personal gute Beobachtungsgabe und Einfühlungsvermögen verlangt.

Der Schwerpunkt unserer Arbeit liegt nicht auf ergebnis-, sondern auf prozessorientiertem Lernen.

Ein wichtiges Erziehungsziel ist die Selbstständigkeit und Unabhängigkeit (Autonomie) des einzelnen Kindes. Dazu müssen die Kinder häufig beobachtet werden, um sie in ihrer jeweiligen individuellen Ausdrucksart verstehen zu lernen und ihnen einen großen Spielraum für eigene Erfahrungen zu lassen.
Das bedeutet einzugreifen, wenn es nötig ist:
- Gefahren zeigen
- Lösungsmöglichkeiten gemeinsam suchen
- Ungefährliche Übungsmöglichkeiten anzubieten





Weitere wesentliche Voraussetzungen für die Entwicklung von Kleinstkindern sind:


- eine überschaubare Umgebung, die reich an Anregungen ist und
      zum Experimentieren und Forschen einlädt (Naturmaterialien,
      Dinge zum Sortieren, Ineinanderstecken, Schrauben, Schütten,
      Fühlen…)

- viele Möglichkeiten zum Bewegen, Klettern, Balancieren, Springen (Podeste,
      Hocker, schiefe Ebene, Matratzen, Kriechtunnel…).

- Rückzugsmöglichkeiten und Freiräume für einzelne Kinder und Kleingruppen
müssen gegeben sein (Kuschelecke, Puppen- und Bilderbuchecke, Bällebecken, Spiegelzelt, selbstgebaute Höhlen aus Decken, Kartons,…)
.
- Bezugspersonen die kontinuierlich verfügbar sind, um nach einer
      „sanften Eingewöhnung“ den Aufbau von zuverlässigen Beziehungen zu
      ermöglichen. Für diese sanfte Eingewöhnung orientieren wir uns am „Berliner
      Eingewöhnungsmodell“. Das Vorgehen dabei wird den Eltern während des
      Aufnahmegespräches erklärt, aber auch noch einmal schriftlich in Form eines
      Handzettels mitgegeben.

- Der Tagesablauf strukturiert sich durch überschaubare Abläufe und sich immer
       wiederholende Aktionen ( Rituale), z.B. gemeinsames tägliches Frühstück,
       Mittagessen und Nachmittagssnack mit bekannten Liedern und Tischsprüchen,
      Spiel- und Singkreise, tägliches Spielen im Außengelände, …..

- Die Kinder sollen an den alltäglichen Abläufen beteiligt werden, z.B. Tisch
       decken, Abräumen, Einkaufen, Geschirr holen, Saubermachen, aktive
       Mitgestaltung der Räume…
            Hierbei ist das experimentelle Erfahren, Begreifen, Handhaben von Materialien
             und Geräten wichtiger als die Herstellung von Bastelprodukten; das Erkunden,
             Erfahren und Erobern der Umwelt wichtiger als gezieltes Lernen von
             bestimmten Fähigkeiten.

- Für kleine Kinder ist es wichtig, bestimmte Dinge immer am gleichen Ort
vorzufinden. Daher achten wir auf ein klares Ordnungsprinzip, d. h. feste Bereiche für bestimmte Aktionen wie Schlafen und Ausruhen, Essen, Bauen, Bewegung, Gestalten, Experimentieren, Bilderbücher, Musik machen.

- Jedes Kind hat seine „Nestgruppe“ mit vertrauter Kindergemeinschaft und
Bezugserzieherin. Von dort aus kann es sich bei Bedarf und Interesse auf den Weg machen um die Funktionsräume der „Großen“ (3-6jährigen) zu erkunden und an Angeboten teilzunehmen. Es kann aber auch jederzeit ins „Nest“ zurückkehren.

Eine detaillierte Konzeption finden Sie in unserer Einrichtung.

 

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